Zahnmedizinisches Glossar

Periimplantitis: Ursachen, Diagnose und Prophylaxe

Periimplantitis ist eine Entzündung rund um Zahnimplantate. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Diagnose und vorbeugende Maßnahmen.

Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung, die das Gewebe um ein Zahnimplantat betrifft. Sie kann zu einem Abbau des Knochens führen, der das Implantat stützt. Dieser Glossarbeitrag erklärt verständlich, was Periimplantitis bedeutet, wie sie erkannt wird und welche Möglichkeiten zur Vorbeugung bestehen.

Was bedeutet Periimplantitis?

Der Begriff „Periimplantitis“ setzt sich aus „peri“ (um herum), „Implantat“ und der Endung „-itis“ (Entzündung) zusammen. Es handelt sich also um eine Entzündung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat. Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um fehlende Zähne zu ersetzen. Im Gegensatz zur normalen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) betrifft Periimplantitis auch den Knochen, der das Implantat hält.

Periimplantitis im zahnmedizinischen Zusammenhang

Periimplantitis entsteht meist durch bakterielle Beläge, die sich an der Implantatoberfläche ansiedeln. Diese Bakterien können das umliegende Zahnfleisch und den Knochen reizen und schädigen. Eine Periimplantitis kann sich durch Rötung, Schwellung, Blutung beim Zähneputzen oder auch durch Schmerzen bemerkbar machen. Da Zahnimplantate keine natürliche Zahnwurzel besitzen, reagieren sie empfindlicher auf Entzündungen. Eine frühzeitige Erkennung ist daher wichtig, um größere Schäden zu vermeiden.

Diagnose und praktische Hinweise für Patientinnen und Patienten

Die Diagnose einer Periimplantitis erfolgt durch die zahnärztliche Untersuchung. Dabei wird das Zahnfleisch um das Implantat geprüft, und es können Röntgenaufnahmen gemacht werden, um den Knochenstatus zu beurteilen. Bei Anzeichen einer Entzündung ist eine individuelle Abklärung durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt notwendig.

Zur Vorbeugung von Periimplantitis sind eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrolltermine wichtig. Professionelle Zahnreinigungen und spezielle Prophylaxemaßnahmen helfen, bakterielle Beläge zu reduzieren. Weitere Informationen zur Prophylaxe finden Sie auf unserer Seite zur Prophylaxe und zum präventiven Zahnheilkunde-Screening. Wenn Sie mehr über Zahnimplantate erfahren möchten, besuchen Sie unsere Seite zu Zahnimplantaten.

Häufige Fragen zu Periimplantitis

Wie erkenne ich eine Periimplantitis?

Typische Anzeichen sind gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch um das Implantat, Blutungen beim Putzen und manchmal Schmerzen. Eine genaue Diagnose stellt jedoch die Zahnärztin oder der Zahnarzt.

Kann Periimplantitis verhindert werden?

Ja, durch gute Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und Kontrolluntersuchungen kann das Risiko reduziert werden. Die Prophylaxe spielt eine wichtige Rolle.

Was passiert, wenn Periimplantitis unbehandelt bleibt?

Unbehandelt kann die Entzündung zu einem Abbau des Knochens führen, der das Implantat hält. Deshalb ist eine frühzeitige zahnärztliche Abklärung wichtig, um mögliche Folgen zu vermeiden.